Filmabend im Bundestag: Das vergessene Volk der Westsahara

eine helle Leinwand strahlt in ein Publikm, das im Dunkeln sitzt
 
 

Gestern Abend hat Kerstin Tack gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen aus den anderen Bundestagsfraktionen einen Filmabend in Berlin veranstaltet. Der Film "Die letzte Kolonie - das vergessene Volk der Westsahara" berichtet über die Situation der Sahrauis, die seit Jahrzehnten eine Lösung des Konflikts in ihrer Region fordern.

 

Seit über 40 Jahren leben mehr als 100.000 Menschen in Algerien in Flüchtlingslagern, weil der Konflikt über das Gebiet der Westsahara andauert. Der Darmstädter Regisseur Christian Gropper hat die Camps bereist und einen Dokumentarfilm über das Schicksal der dort lebenden Sahrauis gedreht. 

Am gestrigen Abend wurde der Film im Deutschen Bundestag gezeigt. Als Mitglieder im Kuratorium des Vereins "Freiheit für die West-Sahara e. V." hatten die Bundestagsabgeordneten Kerstin Tack (SPD), Frank Heinrich (CDU), Katja Keul (Bündnis 90/Die Grünen) und Sevim Dağdelen (Die Linke) zu der Veranstaltung eingeladen. Rund 80 Interessierte waren der Einladung gefolgt, darunter auch der namibische Botschafter, S.E. Andreas B. Guibeb, und der algerische Botschafter S. E. Nor-Eddine Aouam.

Im Anschluss an die Filmvorführung konnte das Publikum noch mit dem Filmemacher, den Politikern und Vertretern der Frente Polisario über den Konflikt in der Westsahara diskutieren. Sowohl im Film als auch der anschließenden Diskussion wurde deutlich, dass eine schnelle politische Lösung des Konflikts dringend notwendig ist, damit es nicht wieder zu bewaffneten Auseinandersetzungen in der Region kommt.

Dass vor allem die junge Generation in den Flüchtlingslagern eine Perspektive braucht, bekräftigten auch Nadjet Hamdi und Mohamed El Mamun Ahmed Brahin als Verteter der Frente Polisario in Deutschland.

Der Dokumentarfilm "Die letzte Kolonie - das vergessene Volk der Westsahara" wurde bereits von den Fernsehsendern Phoenix und Arte ausgestrahlt. Weitere Informationen zum Westsahara-Konflikt sind auf der Internetseite von Arte zu finden: http://info.arte.tv/de/der-westsahara-nichts-neues

Interessierte und Vereine, die den Film gerne ausstrahlen möchten, können sich an den Macher Christian Gropper wenden: http://www.gropperfilm.de/GF/Uber_uns.html

 

Die Bundestagsabgeordneten Frank Heinrich, Kerstin Tack, Katja Keul und Sevim Dağdelen jeweils mit einer blau eingefärbten Fingerspitze

Im Vorfeld des Films beteiligten sich die einladenden Bundestagsabgeordneten Frank Heinrich, Kerstin Tack, Katja Keul und Sevim Dağdelen (v.l.n.r.) an der Twitter-Aktion, mit der ein Unabhängigkeitsreferendum für die Westsahara gefordert wird. Sie läuft bei Twitter unter den Hashtags #ReferendumNow und #BlueFinger.

Volle Publikumsreihen, im Hintergrund die Bundestagsabgeordneten und der Filmemacher

Rund 80 Interessierte waren der Einladung zum Filmabend gefolgt.

Film auf Leinwand im dunklen Raum

Insbesondere junge Sahauris kommen im Dokumentarfilm zu Wort. Sie wollen eine Perspektive für ihre Zukunft.

Ein Besucher meldet sich in der Diskussion zu Wort und steht auf.

Auch am gestrigen Abend waren junge Sahauris zu Gast im Bundestag und äußerten ihre Sicht auf die aktuelle Situation.

Filmemacher Christian Gropper spricht am Mikrofon

Der Filmemacher Christian Gropper beantwortet Fragen aus dem Publikum.

Botschafter aus Namibia und aus Algerien

Der namibische Botschafter, S.E. Andreas B. Guibeb (2. von links), und der algerische Botschafter S. E. Nor-Eddine Aouam (3. von links) beteiligten sich an der anschließenden Diskussion.

Der Filmemacher und die Abgeordneten hören einer Frau zu, die gerade redet

Nadjet Hamdi, Vertreterin der Frente Polisario in Deutschland, erklärt, dass es eine baldige friedliche Lösung für die Westsahara braucht.