Pressemitteilung: SPD-Fraktion im Dialog mit über 350 Betriebs- und Personalräten

Fraktionssaal mit vollen Sitzreihen
 
 

Unter dem Motto „Missbrauch bei Leiharbeit und Werkverträgen beenden – Arbeit der Zukunft gestalten“ hat die SPD-Bundestagsfraktion am Mittwoch mit rund 350 Betriebs- und Personalrätinnen und -räten aus ganz Deutschland über die Zukunft der Arbeit diskutiert.

 

„Was ist geplant, um dem Missbrauch von Leiharbeit und Werkverträgen einen Riegel vorzuschieben? Wie schaffen wir ein gutes Investitionsklima für sichere und gute Arbeit? Und wie verändert sich Arbeit durch Digitalisierung und Industrie 4.0? – Diese und andere Fragen standen im Mittelpunkt des konstruktiven Austauschs mit rund 350 Betriebs- und Personalrätinnen und -räten aus ganz Deutschland“, erklärte die hannoversche SPD-Bundestagsabgeordnete Kerstin Tack. Die betrieblichen Interessenvertreterinnen und -vertreter hätten deutlich gemacht, dass eine gesetzliche Regelung zur Eindämmung des Missbrauchs von Werkverträgen und Leiharbeit überfällig sei.

„Die SPD-Bundestagsfraktion sucht im Rahmen dieses Projektes gemeinsam mit Fachleuten, Organisationen und Bürgerinnen und Bürgern nach Lösungen für die Herausforderungen von morgen. Ich freue mich, dass zwei Personalräte des Klinikums der Region Hannover sowie ein Betriebsrat des Continental-Werks Stöcken auf der Konferenz mit dabei waren und sich hier gewinnbringend einbringen konnten“, sagte Kerstin Tack.

Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles und der Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion Thomas Oppermann legten auf der Konferenz noch einmal das Ziel der SPD dar, gute Arbeit zukunftsfest zu machen. Beide betonten, dass es in Zeiten großer Zuwanderung wichtig sei, die Einheimischen nicht gegen die Flüchtlinge auszuspielen. Dazu gehöre, den Missbrauch von Leiharbeit und Werkverträgen endlich gesetzlich zu regeln. Dass die Union nun die fest zugesagte Ressorteinleitung des Gesetzesentwurfs blockiere, sei unverantwortlich, erklärte Andrea Nahles. Eine Million Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer würden auf mehr Sicherheit und Gehalt warten.

IG-Metall-Chef Jörg Hofmann unterstrich ebenfalls, dass es wichtig sei, Dumpingstrategien auf dem Rücken der Beschäftigten endlich zu unterbinden. Er forderte eine sichere, gerechtere und selbstbestimmtere Arbeit – auch im Hinblick auf die Digitalisierung der Arbeit. Generalsekretärin Katarina Barley verwies auf den großen Erfolg der SPD-Kampagne „Meine Stimme der Vernunft“, die sich gegen rechtspopulistische und rechtsextreme Hetze wendet und mehr Zusammenhalt in der Gesellschaft mobilisieren will. Außerdem betonte sie, wie wichtig es sei, die arbeitende Mitte vermehrt ins Blickfeld der Politik zu stellen.

Großen Anklang fanden die drei Arbeitsgruppen „Neue Zeiten – Arbeits- und Lebensmodelle im Wandel“, „Neues Miteinander – Einwanderungsland Deutschland“ und „Neue Chancen – Wertschätzung von Bildung und Arbeit“. Hier konnten die Betriebs- und Personalrätinnen und -räte ihre Erfahrungen und Forderungen miteinbringen und damit einen wichtigen Beitrag zu dem Projekt „Zukunft – #NeueGerechtigkeit“ der SPD-Bundestagsfraktion leisten. 

Fraktionssaal mit vollen Sitzreihen

Der SPD-Fraktionssaal ist gefüllt mit Betriebs- und Personalrätinnen und -räten

Kerstin Tack mit einem Betriebsrat und einer Betriebsrätin

Kerstin Tack mit ihren Gästen aus dem Klinikum Region Hannover

Ein Betriebsrat und Kerstin Tack

Kerstin Tack und ihr Gast aus dem Continental-Werk Stöcken