PPP | Förderlinie Schülerinnen und Schüler

 

Emilia Keric und Antonia Lang freuen sich auf die Zeit in den USAFoto: Emilia Keric

Emilia Keric und Antonia Lang freuen sich auf die Zeit in den USA

Stipendiatin 2016/2017

Emilia Keric
(16)

Käthe-Kollwitz-Schule
Emilia Keric wird ab August 2016 ein Jahr in Beloit, Wisconsin leben.

Ich komme in den wunderschönen Staat Wisconsin! Dort werde ich sehr ländlich leben und die Stadt, zu der wir gehören, heißt Beloit. Die Stadt befindet sich an der Südgrenze und wird auch 'Gateway to Wisconsin' genannt.

Bis jetzt klingt meine Gastfamilie sehr sehr nett und wir haben schon einige Emails ausgetauscht. Ich habe zwei Gastgeschwister die 12 und 14 Jahre alt sind.

Meine Schule ist relativ klein mit 400 Schülern, aber hat trotzdem ein gutes Sport- und Klub-Angebot.

 
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Update aus Amerika - PPP Stipendiatin 2016/17 Emilia Keric PDF 113 KB

Paola Bludau | Quelle: P. Bludau
 

Paola Bludau
Quelle: P. Bludau

Stipendiatin 2014/2015

Paola Bludau (16)

IGS Mühlenberg

Hier geht es zum Blog von Paola Bludau:
http://paolaintheus.blogspot.de/

 

Ich heiße Paola, bin 18 Jahre alt und ich habe das vergangene Jahr in den USA in Indiana verbracht.

Seit ich klein war, liebte ich es zu lesen – und vor allem amerikanische Lektüre über das „High School“-Leben verschiedener Charaktere haben mich besonders interessiert. Immer wieder habe ich mich gefragt,  ob das Leben in Amerika so ist, wie in Büchern und Filmen beschrieben. Als meine ältere Schwester dann für 10 Monate weg ging, war für mich klar: so eine Erfahrung möchte ich auch machen. Aber so ein Auslandsjahr ist ein teurer Spaß, wie wir von meiner Schwester wussten, daher wollte auch ich mich um ein Stipendium bemühen. Ich habe mich dann über mehrere Stipendien informiert und für diese beworben und hatte letztendlich Erfolg mit dem PPP.

Lange musste ich warten, bis ich erfuhr, in welchem Bundesstaat ich die 10 Monate verbringen würde. Dann endlich kam der entsprechende Anruf von meiner Organisation Experiment e.V einen Tag vor meiner Abreise. Für die Verteilung der Austauschschüler auf die Staaten ist nämlich die amerikanische Partnerorganisation CIEE zuständig gewesen.

Gleich vom ersten Tag an war ich sehr zufrieden mit meiner deutschen Organisation. Man fühlte sich gut betreut und hatte viele Leute, an die man sich wenden konnte. Auch das Vorbereitungsseminar war der Hammer! Man traf das erste Mal die anderen Austauschschüler*innen mit dem gleichen Stipendium, welche ähnliche Interessen hatten, genauso aufgeregt wie man selbst war und die das Gleiche erwarteten. Und genau darum ging es auch beim Vorbereitungsseminar. Was erwarten wir?

Über die ganze Woche wurde uns der folgende Satz eingeprägt „Expect the unexpected“ und an den wollte ich mich auch halten, denn ich wollte mir keine großen Erwartungen machen und dann enttäuscht werden.

Ich hatte also keinerlei große Erwartungshaltung, deshalb stand ich auch allem offen gegenüber, als ich erfuhr, dass ich an eine High School mit knapp 5000 Schülerinnen und Schülern – und in eine muslimische Gastfamilie mit einer Tochter in meinem Alter kam. Und das ist sowieso der Tipp für alle zukünftigen Austauschsschüler*innen seid offen für alles Neue, geht ohne Vorurteile an die Sache ran und natürlich: erwartet das Unerwartete!

In den ersten Monaten verstand ich mich mit meiner Gastfamilie wirklich gut und auch in der Schule lief es, nach anfänglichen Problemen und ein paar Kursänderungen super. Mein Schulgebäude war so groß, dass uns für die ersten Wochen eine Karte in die Hand gedrückt wurde, damit wir überhaupt unsere Klassenräume finden konnten. Die Beziehungen zu den Lehrerinnen und Lehrern und das Miteinander bei der Teilnahme an einem Team, wie bei mir im Schwimmteam oder auch der Theatergruppe, waren ein paar der besten Aspekte der High School. Mit meiner Gastfamilie hatte ich leider erst einmal weniger Glück, in meinen 10 Monaten habe ich 2x die Gastfamilie gewechselt. Und wie ich beim Nachbereitungsseminar erfuhr, haben sogar etwas mehr als 50% der Austauschschüler*innen aus meiner Organisation die Familie gewechselt. Bei meiner ersten Familie lag es an der schlechten Vorbereitung, da sie sich 3 Tage vor meiner Ankunft spontan dafür entschieden hatten, jemanden aufzunehmen. Bei meiner zweiten Gastmutter lag es an einem Todesfall in der Familie und finanziellen Schwierigkeiten, was mich dann zu meiner dritten Gastfamilie brachte. Natürlich könnte ich jetzt sagen ich wünschte ich mir, ich hätte das ganze Jahr bei dieser Familie verbracht, aber an allen Hürden, die ich nehmen und Schwierigkeiten, die ich überwinden musste bin ich gewachsen und sie haben mich stärker gemacht. Deshalb glaube ich, dass es einen Grund gibt, dass mein Jahr so verlief. Und im Endeffekt hat die letzte Familie ja dann alles wieder wettgemacht. Wir haben auch jetzt noch viel Kontakt und ich skype öfters mit ihnen. Und diese Familie kennenzulernen war vielleicht der beste Teil meines Auslandsjahres – zusammen mit den Kennlernen einer neuen Kultur und einem ganz anderen Lebensstil.

Aber egal ob Kulturschock, Heimweh, oder Schwierigkeiten in Schule oder Familie, man kann alles überwinden, wenn man offen an alles herangeht, auf Menschen zugeht und sich aus seiner sogenannten „Comfortzone“ bewegt. Denn hinterher kann man sagen: es lohnt sich! Es wird eine außergewöhnliche Erfahrung sein, zu welcher man nur 1x im Leben die Chance bekommt und die man nie wieder vergessen wird.


Ann-Sophie Pott mit ihrer Gastfamilie | Quelle: Ann-Sophie Pott
 

Ann-Sophie Pott mit ihrer Gastfamilie
Quelle: A.-S. Pott

Stipendiatin 2012/2013

Ann-Sophie Pott
... verbrachte ein Jahr in Pittsburgh, Pennsylvania.

Mein Name ist Ann-Sophie Pott und ich war 2012/2013 für 10 Monate mit dem Parlamentarischen Partnerschafts Programm in den USA. Meine Abgeordnete war Kerstin Tack von der SPD und ich komme aus dem Wahlkreis 42.

 

Ein Jahr in den USA zu verbringen war die beste Entscheidung meines Lebens. Nachdem ich die Mitteilung bekommen habe, dass ich ein Jahr in Amerika verbringen würde, war ich total glücklich und habe mich sehr darauf gefreut. Als der Abflugtermin immer näher gerückt ist, hatte ich einige  Bedenken. Ich hatte Angst, dass ich alle meine Freunde in Deutschland verlieren würde und dass ich mit meiner Gastfamilie nicht klarkommen würde. Doch als ich dann in dem Flieger nach Amerika saß hatten sich alle meine Sorgen in Luft aufgelöst und ich war nur noch total aufgeregt meine Gastfamilie kennenzulernen. Ich kam nach Pittsburgh, Pennsylavania und zusammen mit meiner Gastschwester ging ich in die 11. Klasse. Ich hatte eine Gastmutter, zwei Gastschwestern, einen Gastbruder und zwei Hunde.

Am Anfang war es sehr ungewohnt bei einer fremden Familie zu leben und man musste sich erst einmal kennenlernen und aneinander gewöhnen, aber schon nach ein paar Tagen habe ich mich sehr gut mit meiner Gastfamilie verstanden und so blieb es auch das ganze Jahr über. Meine Gastfamilie stand immer an meiner Seite und hat mir bei meinen Problemen geholfen, sei es in der Schule oder mit Freunden. Außerdem habe ich viele von den Verwandten meiner Gastfamilie kennengelernt und wurde von allen herzlich aufgenommen. Die Familie war sehr offen und man konnte mit ihnen über alles reden und man wurde immer vertstanden. Mein Gastbruder ist am Ende des Jahres ausgezogen und meine Gastschwester ist schon im August zum College gegangen. Sie ist jetzt im 3. Semester an der West Virginia University. Wir haben sie oft besucht, da das College nur eine Stunde entfernt war und dadurch hatte ich auch ein gutes Verhältnis zu ihr, da wir uns dann doch des öfteren gesehen haben.

Auch In der Schule wurde ich gut aufgenommen und habe schnell Freunde gefunden. Ich war in der Marching Band, habe Volleyball gespielt und ich war in der Theater-AG. All diese Aktivitäten hatten dazu beigetragen, dass ich viele verschiedene Freunde gefunden habe, die alle verschiedene Interessen hatten. Dadurch habe ich auch viele unterschiedliche Sichtweisen über Amerika kennengelernt. Manche Leute waren sehr religiös und auch ich bin mit meiner Gastfamilie immer Sonntags in die Kirche gegangen. Andere Leute waren sehr weltoffen und waren sehr an andere Kulturen interessiert.

Außerdem war ich in mehreren Teilen von Amerika. Außer in Pittsburgh war ich noch in West Virginia, wo die Mutter meiner Gastmutter lebt und in Florida, wo die Tante meiner Gastgeschwistern mit ihrer Familie lebt. Wir haben diese besucht und dann war ich auf einem Trip mit der Schule. Es ging erst nach Boston, dann nach New York City und als letztes nach Philadelphia. Es war toll, als diese verschiedenen Städte gesehen zu haben, mit den verschiedenen Sehenwürdigkeiten. Ich bin sehr froh, all diese Erfahrungen gemacht zu haben und ich freue mich schon sehr darauf meine Freunde in Pittsburgh irgendwann wieder zu sehen.

Jedem, der darüber nachdenkt ein Jahr in den USA zu verbringen, kann ich das nur empfehlen!


Merle Heinze | Quelle: M. Heinze
 

Merle Heinze
Quelle: M. Heinze

Stipendiatin 2010/2011

Merle Heinze
... verbrachte ein Jahr in Sacramento, Kalifornien.

Mein Name ist Merle, ich bin 19 Jahre alt und war 2010/2011 in Kalifornien – Sacramento mit dem PPP-Stipendium. Im folgenden Text berichte ich von meinen Eindrücken und gebe ein paar Tipps für zukünftige Austauschschüler.
Solltet ihr weitere Fragen an mich haben, könnt ihr gerne in meinen YouTube Kanal: MerleUSA reinschauen oder auf meiner Webseite: www.usa-merle.repage3.de weiteres lesen.

 

Ich bin auf die Idee eines Auslandsjahres gekommen weil meine große Schwester auch für ein Jahr in Amerika war. Als erstes wollte ich nach Australien oder Neuseeland, da es aber doppelt so teuer wäre, habe ich mir Amerika ausgesucht und ich bereue es nicht. Ich finde, man sollte ruhig ein ganzes Jahr im Ausland verbringen. Nach einem halben Jahr hat man gerade erst rausgefunden welche deine richtigen Freunde sind und man ist gerade erst richtig warm geworden im Englisch sprechen und denken. Es hört sich erst einmal länger an als es wirklich ist, wobei es ja nicht einmal ein ganzes Jahr ist sondern nur 10 Monate.

Ein Auslandsjahr kostet relativ viel. Das habe ich spätestens dann bemerkt, als ich die ganzen Erfahrungsberichte und Programmkosten gelesen habe. Das hat mich ein bisschen abgeschreckt. Aber ich wollte trotzdem ins Ausland und suchte nach einem alternativen Plan. Es gibt viele Stipendien auf die man sich bewerben kann. Es gibt Leistungsstipendien, Sportstipendien, Stipendien für Familien die sich es nicht leisten können, für sozial engagierte oder Politik interessierte usw. Ich habe mich unter anderem für das PPP-Stipendium beworben und, ein Glück, auch bekommen.

Meine Organisation war Experiment Ev. Da sie keine weltweit verbreitete Organisation sind, haben sie eine Partnerorganisation in Amerika mit dem Namen CIEE. Ich kann von meiner Erfahrung nur positives sagen, denn ich wurde gut betreut und habe mich nie im Stich gelassen gefühlt.

Manche haben vielleicht Bedenken, ob sie schnell Freunde finden werden oder nicht. Da muss man sich keine großen Sorgen machen.Wenn man Gastgeschwister hat, geht man normalerweise mit denen erst einmal mit, für die erste Woche. Dann hat man selber schon wen gefunden, mit dem man Lunch essen kann. Wer dann später ein guter Freund wird, wird sich dann herausstellen mit der Zeit. Man muss einfach offen und freundlich sein. Es ist auch wichtig nicht scheu zu sein und zu SPRECHEN, auch wenn es einem vielleicht noch ein bisschen komisch erscheint auf Englisch zu reden, das schlimmste was man machen kann ist verstummen und nichts zu sagen. Keiner wird über kleine Englischfehler lachen oder wenn man ein Wort nicht weiß. Im Gegenteil, man wird Komplimente bekommen, wie gut man Englisch spricht. Man muss es so sehen, die Amerikaner sprechen eigentlich nur Englisch. Es gibt einige wenige, die eine andere Sprache sprechen. Von daher beneiden sie einen, dass man mehr als nur eine Sprache sprechen und verstehen kann :)

Es gibt Dinge in Amerika, die genauso sind wie in Deutschland. Dennoch gibt es viele Dinge die ganz anders sind. Dieses ist aber kein Problem für jemanden, der offen für etwas Neues ist und keine Vorurteile hat. Das Essen ist anders und für manch einen etwas gewöhnungsbedürftig. Ich habe das Essen geliebt! Wie man ja bestimmt schon öfter gehört hat, besteht die Gefahr in Amerika viel zuzunehmen. Ich habe nur 5 kg zugenommen, die ich nach meiner Rückkehr allerdings schnell wieder runter hatte.

Ich kenne Austauschschüler, die ihre Familie und Freunde sehr vermisst haben und es gibt Austauschschüler wie mich, die kein Problem mit Heimweh hatten. Ich habe mir immer gesagt: Ich weiß genau, dass ich in 10 Monaten wieder Zuhause bin und ich in 10 Monaten meine Familie wieder sehen werde und meine Freunde und alles andere wieder haben werde. Wieso sollte ich die Zeit in Amerika verschwenden, indem ich traurig bin und so meinen Aufenthalt nicht voll genieße. Das Beste was man machen kann ist, so viel wie möglich zu unternehmen und erleben, sodass man gar nicht erst Heimweh bekommen kann.

Man wird immer gefragt, was erwartest du von deinem Jahr. Was erwartest du von Amerika? Wie stellst du es dir vor? Die Beste Antwort die man geben kann und die man geben sollte ist, finde ich:
Ich habe keine Erwartungen weil ich nicht enttäuscht werden will. Wenn man eine super große Schule, wie aus High School Musicals oder aus anderen Filmen, erwartet und dann auf eine kleine Schule kommt, die alles andere ist, aber nicht wie in den Filmen, ist man dann nicht enttäuscht? Ja man wäre enttäuscht. Das ist nur ein Beispiel von vielen. Also mein Rat ist, keine Erwartungen zu haben, sondern sich einfach überraschen zu lassen :) Man hat sowieso kein Einfluss drauf.

Schule ist sehr anders in Amerika. Es kommt aber natürlich auch drauf an, wo man hinkommt. Ob man auf einer großen oder kleinen Schule ist usw. Ich bin auf eine kleine Schule gekommen. Meine Schule hatte 400 Schüler. Meine Erlebnisse waren wahrscheinlich anders als die eines anderen Austauschschülers, welcher in eine Schule mit 3000 Schülern gekommen ist. Aber eins ist gleich: Schule ist generell einfacher in Amerika als in Deutschland. Die Beziehung zwischen Lehrern und Schülern ist viel persönlicher und nicht so distanziert. Im Großen und Ganzen würde ich sagen, es kommt nicht drauf an, in was für eine Schule man kommt, es kommt drauf an was man draus macht.

Das gleiche gilt allgemein für das gesamte Auslandsjahr:
Es kommt nicht auf die Gegebenheiten darauf an, ob das Jahr ein Erfolg oder Flop wird, es kommt ganz allein darauf an, was man aus den Gegebenheiten macht.

Man hat auf jeden Fall die Möglichkeit, dieses Jahr unvergesslich und toll zu gestallten. Ich persönlich hatte viel Glück mit meiner Gastfamilie und mit dem Ort wo ich gewohnt habe (Kalifornien-Sacramento). Ich besuche meine Gastfamilie regelmäßig mindestens 1x jedes Jahr. Meine eine Gastschwester ist sogar für 1 Jahr nach Deutschland gekommen und hat hier ein Auslandsjahr gemacht.

Ich kann es nur jedem empfehlen ein Auslandsjahr zu machen. Ihr werdet es nicht bereuen und nur daraus lernen.