MdB Kerstin Tack lud unter dem Motto „Fasten in seiner Vielfalt“ zum Fastenbrechen ein

Einladungskarten Fastenbrechen
 
Foto: Kerstin Tack
 

Traditionell fand im Freizeitheim Vahrenwald das Fastenbrechen der hannoverschen SPD-Bundestagsabgeordneten Kerstin Tack statt. Im Rahmen dessen lud sie Vertreterinnen und Vertreter der islamischen Gemeinden und der Stadtgesellschaft ein.

 

Kerstin Tack begrüßte rund 80 iftar-Teilnehmerinnen und Teilnehmer und führte sie in ein vielfältiges Abendprogramm ein. „Ich freue mich, viele meiner Gäste jedes Jahr bei mir begrüßen zu dürfen und dieses Jahr sind auch einige neue Gemeinden hinzugekommen.“

Miteinander ins Gespräch kommen: Tack betonte den geselligen Charakter des Fastenbrechens, der dazu führe, dass man beim Essen ins Gespräch komme - und dadurch die Möglichkeit habe, auch kritische Themen direkt anzusprechen.

Ganz besonders freute sich die Abgeordnete, in diesem Jahr drei Referentinnen dreier verschiedener Religionen begrüßen zu dürfen, zwei Vertreterinnen aus dem Rat der Religionen, sowie die Superintendentin aus Hannover, die über die Vielfalt des Fastens in den verschiedenen Religionen sprachen.

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Die geladenen Gäste im Freizeitheim Vahrenwald

Die Religionswissenschaftlerin und Juristin Hamideh Mohagheghi sprach für die Muslime, Bärbel Wallrath-Peter, Superintendentin für den Amtsbereich Hannover-Mitte sprach für die Christen und Nahid Salimi sprach aus der Sicht des Bahaitums über das Fasten.

Die Bezirksbürgermeisterin des Stadtbezirkes Vahrenwald-List, Irma Walkling-Stehmann und der ehemalige Vorsitzende der SCHURA Niedersachsen, Avni Altiner sprachen jeweils ein sehr persönliches Grußwort und bedankten sich bei der Gastgeberin Tack für ihre Einladung und die Gastfreundschaft. Irma Walkling-Stehmann hob in ihrem Grußwort hervor, dass Hannover seit jeher für gesellschaftlichen Zusammenhalt stehe und auch weiterhin den interreligiösen Dialog fördern werde. Außerdem lobte sie die sozialen Einrichtungen im Stadtbezirk, vor allem das Freizeitheim.

Avni Altiner sprach in seiner sehr bewegenden Rede das Thema "Rechtsextremismus in Deutschland und Europa" an. Es gäbe überall erstarkende rechtspopulistische Parteien und Gruppierungen, die als Hauptziel Muslime hätten. Er mahnte den gesellschaftlichen Zusammenhalt an und dass wir alle gemeinsam Aufklärung betreiben müssten.

Hamideh Mohagheghi bezeichnete die in Deutschland lebenden Muslime als wichtige Brückenbauer zwischen beiden Kulturen, die wertvolle Grundlagen für langfristige Partnerschaften und Netzwerke bildeten. Es könne nur ein Miteinander geben, das gegenseitige Verständnis füreinander sei heute umso wichtiger.

Bärbel Wallrath-Peter gab einen guten Einblick in das Fasten im Christentum und war sichtlich erfreut darüber, dass sie als Christin Teil der interreligiösen Veranstaltung sein durfte.

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Hamideh Mohagheghi

Auf die Kurzvorträge zum Fasten im Ramadan folgte ein gemeinsames Gebet zum Sonnenuntergang. Der Imam der bosnischen Gemeinde, Aldin Kusur fand bewegende Worte der Toleranz und des gegenseitigen Respekts in seiner weltoffenen Predigt und zeigte, dass es nicht darauf ankommt, zu welchem Gott die Menschen beteten, sondern wie sie miteinander im täglichen Leben umgingen.

Nach dem Gebet brachen die Gäste gemeinsam das Fasten. Anschließend konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Speisen und Getränke des iftar-Mahles genießen – und bei guten Gesprächen den Abend ausklingen lassen.

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Irma Walkling-Stehmann

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Avni Altiner

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Nahid Salimi

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Bärbel Wallrath-Peter

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Aldin Kusur