Kerstin Tack begleitet die Obdachlosenhilfe Hannover e.V.

 
Foto: Kerstin Tack
 

Am Donnerstag, den 24.1. begleitete Kerstin Tack MdB, sozialpolitische Sprecherin der SPD- Bundestagsfraktion die Obdachlosenhilfe Hannover e.V.. und versorgte Obdachlose mit dem was sie am dringendsten benötigen: Essen und Aufmerksamkeit. Darum hat sie schon vor einiger Zeit die Schirmherrschaft über den Verein Obdachlosenhilfe Hannover e.V. und dessen Aktivitäten übernommen.

 

Helfen, wo es nur geht: Obdachlosigkeit möchte niemand erfahren, gerade bei Minusgraden sind Obdachlose sehr gefährdet. Als Schirmherrin der Obdachlosenhilfe Hannover e.V. war Kerstin Tack einen ganzen Tag mit den Helferinnen und Helfern unterwegs, half beim Zubereiten und Verteilen von Speisen und bei der Kleiderausgabe auf dem Andreas-Hermes-Platz und konnte viele persönliche Gespräche mit den Obdachlosen führen. Tatkräftige Unterstützung erhielt Kerstin Tack von der Bezirksbürgermeisterin Vahrenwald-List, Irma Walkling-Stehmann, sowie von Reinhold Fahlbusch, Stiftungsvorsteher der Johann-Jobst-Wagenerschen Stiftung. Rebecca Flügel und Mario Cordes von der Obdachlosenhilfe Hannover e.V. zeigten sich sehr zufrieden mit der Verteilung.

 „Wir reden zu sehr über und zu wenig mit obdachlose Menschen. Auf Augenhöhe müssen wir uns ihnen unmittelbar zuwenden. Erst wenn wir das getan haben, könnten wir entfernt eine Ahnung von ihren harten Lebensumständen haben. Die Kenntnis der Lebensumstände ist eine Grundvoraussetzung guter Politik“, so Kerstin Tack.

.„Mich motiviert, was ich sehe, wenn ich beispielsweise von meiner Wohnung zum Bahnhof gehe. Es ist nicht der häufig gehörte Ruf nach mehr Sozialwohnungen, der hier hilft. Zuerst geht es darum, für Linderung der Alltagslast zu sorgen“, fügt Irma Walkling-Stehmann dem hinzu.

Kerstin Tack bleibt auch weiterhin mit den Obdachlosen im Gespräch. So ergaben sich aus den Begegnungen zahlreiche konkrete Anknüpfungspunkte, bei denen Kerstin Tack ihre Hilfe anbot. „Die Menschen brauchen eben nicht nur warmes Essen, sondern auch unseren Zuspruch. Den werde ich geben, so viel es mir möglich ist.“

Die Obdachlosenhilfe Hannover e.V. ergänzt das bisherige Angebot aus der Kenntnis und Erfahrung von Betroffenen. Ein Vorstandsmitglied des Vereins hat die Obdachlosigkeit selbst durchleben müssen. Es ist ein ambulantes Angebot und ganzjährig. „Wir sind donnerstagnachmittags am Raschplatz, dem Brennpunkt in Hannover. Aber wir gehen samstags auch zu den Schlafplätzen.“ sagt Mario Cordes, der 1. Vorsitzende und Koch des Vereins. Weitere Initiatoren sind zusätzlich anderenorts ehrenamtlich in der Wohnungslosenfürsorge tätig.

Die Johann Jobst Wagenersche Stiftung ist eine der alten privaten hannoverschen Armenstiftungen. Sie vermietet in Anlehnung an das Modell „Housing first“ Wohnungen an Menschen, die am Wohnungsmarkt keine Chancen haben und unterstützt diese durch Sozialarbeit. Der Stifter hat 1784 verfügt, dass das Stiftungskapital „auf ewiglich“ für die „Armen, Kranken, Rathlosen und Nothleidenden“ Menschen eingesetzt werden soll. Der Stiftungsvorsteher Reinhold Fahlbusch präzisiert: „Durch die Kooperation mit der Obdachlosenhilfe Hannover eV setzen wir eine weitere Vorgabe unseres Stifters um. Er hat die Leistung der Stiftung nicht darauf beschränkt, nur Menschen zu unterstützen, die bei uns wohnen. Die obdachlosen Menschen, für die der Bahnhof ein wichtiger Ort ist, gehören zu unserem Stadtbezirk. Diese Menschen in ihrer Not hatte unser Stifter im Blick. Wir dürfen in keine andere Richtung schauen.“

Obdachlosenhilfe 24.19 2.jpegFoto: Kerstin Tack
Obdachlosenhilfe HannoverFoto: Obdachlosenhilfe Hannover e.V.