Besuch in der DRK-Kita Sahlkamp

 
Foto: Kerstin Tack
 

Am 11. September besuchten die hannoversche Bundestagsabgeordnete Kerstin Tack und die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesfamilienministerium Caren Marks die DRK-Kita Sahlkamp. Der Besuch fand anlässlich der bundesweiten Förderung von Sprach-Kitas statt.

 

Herr Riechel-Rabe, Geschäftsführer der DRK Kinder- und Jugendhilfe in der Region Hannover begrüßte die Anwesenden und gab einen kurzen Überblick über den Kitaträger DRK in der Region. Das DRK ist der größte Träger niedersachsenweit. Allein in der Region sind rund 800 Mitarbeiter/innen im Kitabereich beschäftigt. Die Kitaleiterin Frau Kleis stellte die Erweiterung der Einrichtung vor (für rund 3 Mio. Euro wird von der Stadt finanziert nebenan eine Krippe gebaut, die zusammen mit der Krippe Rotkäppchenweg einen großen Betreuungskomplex ergeben wird). Frau Krause gab anschließend eine Einführung in die Arbeit einer Fachkraft speziell für Sprach-Kitas. Diese Stelle existiert seit dem 1. März 2016. Der Unterschied in dieser Kita im Gegensatz zu anderen ist schnell erkennbar. Die Kita hat einen Anteil Kinder mit Migrationshintergrund von 95%. Dies ist aber kein Hindernis, sondern ganz im Gegenteil sogar eine Chance. Es wurden während des Flüchtlingszuzugs viele Kinder aufgenommen, aber es werden dort auch Kinder von Menschen mit Migrationshintergrund aus den Stadtteilen Sahlkamp und List betreut. Den Kindern wird dort auf spielerische Art und Weise nahegebracht, sich gut auszudrücken. Während des Besuchs spielte Frau Krause mit den Kindern ein Memory, das aber nicht zwei gleiche Bilder zeigt, sondern zwei unterschiedliche, die aber das Kind anregen sollen, eine Geschichte zu erzählen wie z.B. „Der Mann hat Zahnschmerzen. Folge: Der Mann geht zum Zahnarzt.“

„Die DRK-Kita Sahlkamp geht mit gutem Beispiel voran und arbeitet sehr vorbildlich“, sind sich Kerstin Tack und Caren Marks einig. Seit einer Woche arbeitet in der Kita eine dritte Kraft, die in Kitas leider noch nicht selbstverständlich ist. Auch hier hat die Kita Vorbildcharakter.

Ein Handlungsfeld für die Politik ist in Zukunft deutschlandweit einheitliche Qualitätsstandards zu setzen, da diese momentan von Bundesland zu Bundesland, ja sogar teilweise von Kommune zu Kommune unterschiedlich sind. Ein Teil des jetzt laufenden Qualitätsprogramms ist, dass auch Vorbereitungszeiten eingeräumt werden und Springerkräfte zur Verfügung stehen.

In Niedersachsen werden fast 400 Sprach-Kitas gefördert, sodass mehr Kinder in ihrer sprachlichen Entwicklung gut begleitet und unterstützt werden können. Die Bundesmittel für das erfolgreiche Förderprogramm für Sprach-Kitas wurden verdoppelt, Kitas dadurch personell gestärkt und auch fachlich-pädagogisch unterstützt. Das Programm startete im Januar 2016 mit einem Gesamtbudget von 400 Millionen Euro. Anfang 2017 wurde es bis 2020 verlängert und noch einmal um 600 Millionen Euro aufgestockt. Bundesweit können 7500 Sprach-Kitas gefördert werden.

DRK-Kita SahlkampFoto: Kerstin Tack