Besuch des Flüchtlings-Wohnprojektes Hebbelstraße

 
Foto: Kerstin Tack
 

Zusammen mit der Bezirksbürgermeisterin Irma Walkling-Stehmann besuchte Kerstin Tack das DRK-Flüchtlingswohnprojekt Hebbelstraße in der List. Empfangen wurden sie von Herrn Först und Frau Baasch, Teammitglieder im Flüchtlingsnetzwerk List, Herrn Wolff (Vorgesetzter der Leiter der DRK-Unterkünfte) und Herrn Lieske (Leiter des DRK-Wohnprojektes Hebbelstraße).

 
Wp Hebbelstraße 2Foto: Kerstin Tack

Herr Wolff begrüßte die Anwesenden und Herr Lieske stellte die Einrichtung vor. Das Wohnprojekt bietet Platz für 54 Personen und ist seit Ende 2016 belegt. Es besteht aus 20 Wohneinheiten, die auf zwei Häuser verteilt sind. In der Einrichtung wohnen hauptsächlich Familien mit Kindern, die vorher in der Notunterkunft im ehemaligen Oststadtkrankenhaus untergebracht waren. Die meisten Kinder sind schulpflichtig und besuchen die Gebrüder-Grimm-Schule im Stadtbezirk. Das Gebäude wurde von der Gesellschaft für Bauen und Wohnen Hannover mbH (GBH) errichtet.

"Die Bewohnerinnen und Bewohner sind gefordert, die deutsche Sprache zu erlernen, sowie sich in die Nachbarschaft zu integrieren, je mehr desto besser. Es ist wie für uns, wenn wir in die USA reisen und nur mit englischsprachigen Personen unterwegs sind. Dann lernen wir die Sprache auch schneller“, so Irma Walkling-Stehmann.

Die Einrichtung befindet sich in der Hebbelstraße stadtauswärts kurz dem Mittellandkanal. Im hinteren Teil grenzt sie an das Familienzentrum Hebbelstraße, sowie an Freiflächen des Sportvereins SC Germania List, davor befinden sich einige Kleingartenparzellen.

Stark unterstützt wird das Wohnprojekt Hebbelstraße vom Bezirksrat Vahrenwald-List, unter anderem in der Innenausstattung und mit einem Aufenthaltsraum. Außerdem gibt es einen Patenkreis von rund 40 Personen. Herr Först lobte dle Zusammenarbeit und die tolle Unterstützung von verschiedenen Ebenen aus.

 „In der Einrichtung gibt es regelmäßige Hausaufgabenbetreung, Alphabetisierungskurse, ein Nähprojekt bei der Arbeiterwohlfahrt gegenüber, einen Chor, ein Hochgartenprojekt u.v.a.“, erläutert Herr Lieske, „daher ist es auch so wichtig, dass gerade die Kinder auch nach Auszug aus dem Wohnprojekt in der Nähe bleiben.“ Mittlerweile haben ehemalige Bewohner nach nur einem Jahr eine feste Wohnung in Hannover gefunden und leben eigenständig. Dabei ist es besonders wichtig, dass es in der Stadt genügend Wohnraum gibt und dass dieser auch bezahlbar ist.

„Auf der Bundesebene werden wir uns auch in Zukunft für bezahlbare Mieten und für den sozialen Wohnungsbau stark machen, damit sich die Lage auf dem Wohnungsmarkt entspannt“, so Kerstin Tack weiter. Denn momentan finden viele Ausziehwillige keinen Wohnraum. „Das muss besser werden“, waren sich alle einig.

Auch war die Betreuung von Gewaltopfern ein Thema. Meist werden Frauen Opfer von Gewalt. Diese müssen eine gute Beratung und Betreuung bekommen und auch in der Prävention muss einiges getan werden. Die Stadt Hannover bietet mittlerweile eine Beratungshotline in mehreren Sprachen an.