Bundesministerin Franziska Giffey besucht Hannover

 
Foto: Kerstin Tack
 

Die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Franziska Giffey besuchte Hannover am 26. August im Rahmen der Veranstaltung „Hannover. Kindgerechter. Machen.“ von SPD-Oberbürgermeisterkandidat Marc Hansmann. Zu dieser Veranstaltung war auch Kerstin Tack eingeladen, um mit den beiden, mit Prof. Dr. Axel Haverich (Ärztlicher Direktor der Medizinischen Hochschule Hannover) und den Gästen über die Frage zu diskutieren, wie Hannover noch kindgerechter werden kann.

 

„Ich kann mir keine bessere Stadt vorstellen, in der meine Tochter aufwachsen kann. Doch leider lebt in Hannover jedes vierte Kind in Armut. In einer reichen Stadt wie Hannover können wir diesen Zustand nicht akzeptieren, sondern müssen gemeinsam dafür sorgen, Hannover kindgerechter zu machen“, so Marc Hansmann.

Seine konkreten Ziele zur Bekämpfung der Kinderarmut sind die Stärkung der „Aufsuchenden Sozialarbeit“, um Alleinerziehende und Eltern mit Migrationshintergrund stärker zu unterstützen – insbesondere bei der Suche und Auswahl eines Krippenplatzes, die Einrichtung eines Runden Tisches gegen Kinderarmut und den Ausbau der Sprachförderungsprogramme in der Kita. Die Zielsetzung müsse sein, dass alle Kinder spätestens bei der Einschulung fließend Deutsch sprechen und kein Kind die Schule ohne Abschluss verließe.

Veranstaltung Hannover Kindgerechter Machen 26.2019 1.jpegFoto: Kerstin Tack

Wir starten ein Programm „Hannover Hand in Hand“ für den Ausbau des Übergangsmanagements zwischen Kita, Grundschule, weiterführender Schule und Beruf“, führt Marc Hansmann weiter aus. Betroffen von Kinderarmut seien überdurchschnittlich viele Kinder alleinerziehender Eltern und Kinder aus Familien mit Migrationshintergrund. Insbesondere die frühkindliche Bildung sei der der Schlüssel, das zu ändern.

Franziska Giffey ist sich sicher: „In Deutschland wird viel für Kinder getan, aber wir müssen uns vor allem noch besser um die 20 Prozent der Kinder kümmern, denen es nicht so gut geht, die in sozialer und materieller Armut leben oder die sogar Gewalt ausgesetzt sind. Wir dürfen Kinderarmut nicht einfach hinnehmen.“ Was sie konkret umsetzen möchte oder schon umgesetzt hat: „Wir erhöhen das Kindergeld, wir verbessern den Kinderzuschlag, wir bieten neue Leistungen im Rahmen des Bildungs- und Teilhabepakets und wir stärken auch Alleinerziehende – der Unterhaltsvorschuss wurde ja nun endlich ausgebaut und kommt jetzt bei den Familien wirklich an.“

 „Hannover hat zwar, genau wie andere Großstädte in Deutschland ein Kinderarmutsproblem, aber Hannover ist auch eine echte Ideenschmiede für alle Bereiche des öffentlichen Lebens, um hier schnell und unkompliziert Besserung zu schaffen“, so Kerstin Tack. So habe die SPD Hannover in einer über Monate währenden Arbeitsgruppe Forderungen an Bund, Land und Kommune erarbeitet, die Kerstin Tack für die Bundesebene wohlwollend entgegengenommen habe. Darunter waren Forderungen an die Anhebung von Transferleistungen über bessere Bildungschancen für Kinder bis hin zu den von Franziska Giffey angesprochenen und bereits umgesetzten Gesetzesänderungen.

Die öffentliche Veranstaltung wurde von zahlreichen Bürgerinnen und Bürger besucht, die Fragen an die Bundesministerin, die –abgeordnete und den Oberbürgermeisterkandidaten hatten. Moderiert wurde die Veranstaltung von Afra Gamoori (schulpolitische Sprecherin der SPD-Ratsfraktion).

„In einer reichen Stadt wie Hannover lebt heute jedes vierte Kind in Armut. Das kann ich nicht akzeptieren. Denn ich weiß, wie es ist, wenn am Ende des Monats der Strom abgestellt wird, weil die Rechnungen nicht mehr bezahlt werden können. Aus eigener Erfahrung weiß ich aber auch, welcher Weg aus der Armut führt: der Bildungsweg. Deswegen will ich echte Chancengerechtigkeit in der Bildung“, so Marc Hansmann.

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